Sonntag, 1. Juni 2014

Blaubeer-Macarons

Vor Kurzem hatte ich das Vergnügen den neuen Frischkäse Buko Blaubeere testen zu dürfen. Pur aufs Brot mag ich ihn nur ab und an, ich steh allgemein nicht so auf Fruchtaufstriche abgesehen von echter Marmelade. Aber ich habe sofort das Potenzial für die Chaosküche entdeckt. Da ich jedoch keine Zeit hatte, ein Tortenrezept zu entwickeln, wandte ich mich statt dessen an meine Schwester. Die hat seit einiger Zeit die leckeren Macarons für sich entdeckt. In meinen Augen stellte der Buko die perfekte Basis für eine leckere Cremefüllung dar. Gesagt getan - die Macaron-Deckel haben wir nach einem Standard-Rezept aus dem Internet zubereitet. Wir haben Pinke Gelfarbe untergerührt, da wir uns dachten, dies würde schön mit dem Blaubeer-Ton harmonieren.

Auf das Blech gespritzt sah es auch richtig gut aus - leider hat die Farbe diesmal das Backen nicht überstanden. Die fertigen Deckel waren höchstens im Inneren Zartrosa.
Die Creme bildete trotzdem einen schönen Kontrast und sah richtig schön Blaubeerig aus.


Geschmacklich lässt sich sagen, dass die Creme relativ süß ist. Zusammen mit den sowieso recht süßen Macarons ist es Geschmackssache. Wer auf süß steht, der wird diese Kombination lieben. Wer es lieber dezent süß mag, sollte den neuen Buko vielleicht doch lieber als Cupcake-Topping oder ähnliches Nutzen. Hier hat man mehr Spielraum bei der Zuckermenge im Teig.

Ich werde mit meiner letzten Packung auf jeden Fall noch mal etwas anders ausprobieren. Mal sehen was mir da noch so schönes einfällt :) 

Samstag, 25. Januar 2014

Da wird ja das Huhn in der Pfanne verrückt - Part II

Erinnert ihr euch noch an Hermann?

Nach meinem Testlauf rückte nun der eigentliche Geburtstag immer näher. Daher ging ich die einzelnen Aspekte meines Kuchens noch einmal durch. Teig und Füllung hatten mir und meinen Testessern sehr gut gefallen. Lediglich das Fondant wollte ich beim eigentlichen Kuchen lieber durch etwas anderes ersetzen.

Die Wahl fiel auf Italian Meringue, da sie ein wenig das fedrige wiederspiegeln könnte.
Für die Italian Meringue 180g Zucker mit 100ml Wasser aufkochen und für 3-4 Minuten kochen lassen. In dieser Zeit 3 Eiweiß mit ein paar Tropfen Zitronensaft steif schlagen. Wenn der Sirup schöne große Zuckerblasen wirft und gerade so ein wenig beginnt Farbe zu bekommen wird das Ganze in einem dünnen Strahl zum Eiweiß gegossen und dabei kontinuierlich weiter geschlagen. Die Meringue ist fertig, wenn sie schön glänzt und Spitzen stehen bleiben.
 Den Teig habe ich diesmal in einer rechteckigen Form gebacken, da ich das Ganze ein wenig größer haben wollte und Hühner ja nun auch nicht wirklich rund sind. Da diesmal der Kuchen leider kaum aufgegangen ist, brauchte ich insgesamt 3 Rezepte, aus denen jeweils 2 Böden geschnitten wurden. Die Creme habe ich 1,5fach angerührt, im Nachhinein war es aber doch zu wenig. Hier hätte ich ruhig das doppelte anrühren können. Da ich diesmal kein Fondant nutzen würde, fiel die Buttercreme als extra Hülle weg.

Geschichtet und ein bisschen in Form geschnitten.
Für den Hals habe ich vom Kuchen vor dem Füllen ein Stück Rand abgeschnitten. Diese Stücke wurden dann wiederum (Halb-)Kreisförmig ausgestochen und mittels eines Schaschlick-Spießes aufgestapelt. Für den Schnabel und den Kamm wurde ein entsprechendes Stück zurecht geschnitten und ebenfalls aufgespießt.

Kurz vor dem Servieren habe ich dann die oben beschriebene Baisermasse angerührt. Oh weh, Drama, denn es war erst zu wenig, der zweite Zuckerschwung ist auskristallisiert weil ich zu langsam war mit dem Eiweiß, und beim dritten Anlauf war ich zu ungeduldig und habe den Zucker nicht lange genug einkochen lassen. Dementsprechend war die Baisermasse etwas zu flüssig und ließ sich nur schwer auf das Huhn aufspritzen.
Aber am Ende war es dann alles einigermaßen eingedeckt und konnte mittels eines Küchen-Brenners noch ein wenig Farbe verpasst bekommen.

Für die Augen wurden einfach zwei Schokotropfen auf das Baiser geklebt.

Leider ist der Schnabel durch das Baiser etwas weniger kantig geworden,
aber man erkennt es trotzdem oder? :)


Sogar ein kleines gewelltes Pürzelchen gab es ;)

Der Anschnitt

Der Kuchen hatte tatsächlich die Ausmaße eines Bielefelder Kennhuhns, dass im Durchschnitt gut 3-5 kg auf die Waage bringt. Erst war ich etwas erschrocken, als das fertige Objekt vor mir stand - so viel Kuchen. Aber tatsächlich waren gut 2/3 des Kuchens verspeist  obwohl es auch noch anderen Kuchen gab. Und für den Rest haben sich dann auch noch Abnehmer gefunden ;)


Donnerstag, 16. Januar 2014

Da wird ja das Huhn in der Pfanne verrückt! - Part I

Neues Jahr, neues Glück. Da der Geburtstag meiner Mutter direkt im neuen Jahr anstand, musste eine neue Idee für den Jahrestag her. Nach der eher klassischen Fondant-Torte zu Weihnachten, sollte es diesmal wieder etwas ausgefalleneres sein.

Die Idee: eine 3D-Torte.
Natürlich sind alle Torten im Grunde 3D, aber hier sollte der ganze Kuchen eine Figur darstellen. Da ich dieses Verfahren aber noch nie gemacht habe, musste definitiv ein Probelauf her. Was bietet sich da besser an als die Kommilitonen mit Torte zu beglücken?

Aber zurück zum Anfang - die Planung.
Es sollte wie gesagt etwas ausgefallenes sein, aber trotzdem zu meiner Mutter passen. Und was liegt da näher als das Hobby zu "vertortlichen"? Meine Mutter hält und züchtet nun schon seit geraumer Zeit Hühner, genauer gesagt Bielefelder Kennhühner. Und genau die sollten nun als Modell herhalten.


Fotoshooting mit den Modellen
Nachdem das Ziel feststand, ging es daran den Aufbau auszutüfteln. Da ich mit dem Geschmack und der Konsistenz der Pfirsich-Weihnachtstorte nicht zufrieden war, wollte ich dem Pfirsich noch eine zweite Chance geben. Diesmal aber (wie bereits angekündigt) ohne Fertig-Creme und Co.

Da ein 3D-Kuchen ja geschnitzt wird, dürfen die Cremeschichten nicht zu dick werden. Darüber hinaus muss der Teig recht fest sein, damit die unteren Ebenen das Gewicht auch aushalten.
Ich habe mich daher für einen stabilen Rührkuchen entschieden, den ich für meine Bedürfnisse angepasst habe.

Likör-Rührkuchen 
400g Mehl
1P Backpulver
200g Zucker
1P Vanillezucker
1 Prise Salz
250g weiche Butter
3 Eier
125ml Milch
125ml Mischung aus Sahne + Likör, je nach Gewünschter Itensität (in meinem Fall Pfirsichlikör), alternativ Eierlikör

Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz sehr schaumig schlagen.
Eier einzeln hinzugeben und jedes Ei gut verrühren.
Backpulver, Mel, Milch und Likör-Mischung abwechselnd unterheben/auf kleinster Stufe kurz unterrühren (nicht länger als nötig rühren)
In Form füllen, bei 200 Grad O/U oder 180 Grad Umluft ca. 45-55 Min backen
Das Ganze hab ich dann in meinem Tortenring in zwei Schwüngen gebacken, da ich zwei verschiedene Größen haben wollte. Jeden Kuchen konnte ich dann (nachdem ich den unebenen Deckel abgeschnitten hatte) in drei gleichmäßige Böden schneiden.

Tipp: Den Kuchen rundherum mit einem Messer auf der gewünschten Höhe leicht einritzen. Dann ein Stück Nähfaden in die Rille einlegen und mit beiden Händen kräftig ziehen, sodass der Faden zügig aber gleichmäßig durch den Kuchen gezogen wird. So werden die Böden schön gleichmäßig ohne viel Aufwand.
Die Tortencreme sollte diesmal auch etwas leichter und vor allem pfirsiger werden. Daher entschied ich mich für eine Creme auf Frischkäse-Basis. Diese wurde mit Likör und püriertem Pfirsich aromatisiert und mit Gelatine standfest gemacht.
50 ml Pfirsichsaft mit 150g Frischkäse und 3-6 El Zucker glatt rühren. Anschließend 1/2 Dose Pfirsiche pürieren und unterrühren. 150 ml Sahne mit 1 Pck Sahnesteif und 1 Pck Vanillezucker steif schlagen und ebenfalls unterheben. Für den nötigen Stand noch 1 Pck Gelatine-Fix (zum kalt anrühren) unterheben. Alternativ könnt ihr natürlich 4-5 Blatt klassische Gelatine zum Einweichen nach Packungsanleitung nutzen. Das Ganze für eine Weile kalt stellen, bevor es ans Füllen geht.
Vor dem Zusammensetzen habe ich dann die restlichen Pfirsiche von der Füllung noch in sehr schmale Spalten geschnitten. Als zusätzliches Element habe ich dann noch Pfirsichmarmelade benutzt. Die einzelnen Schichten wurden dann nach Lust und Laune aus den einzelnen Elementen (Creme, Frucht, Marmelade) kombiniert.

Die dunkle Linie ist natürlich durch den zweiten Kuchenboden entstanden.
Diesen Probekuchen habe ich dann noch mit einer einer Swiss Meringue-Buttercreme eingehüllt, die ich als Gegenaroma mit Kokossirup aromatisiert habe.

Über dem Wasserbad 2 Eiweiß mit 50g Zucker mischen und auf ca. 60°C erhitzen. Auf keinen Fall heißer, da sonst das Eiweiß gerinnt. Der Zucker sollt sich vollständig im Ei auflösen (mit den Fingern prüfen). Anschließend die Mischung mit einer Prise Salz sehr steif schlagen bis die Masse erkaltet ist. Jetzt in kleinen Stücken 200g Butter hinzugeben und rühren, rühren, rühren. Zunächst wird die Maße sehr flüssig und merkwürdig geronnen aussehen, keine Angst: einfach weiter rühren. Irgendwann bindet alles wieder und es entsteht eine sehr schöne cremige Masse. Nach Bedarf noch aromatisieren.
Nachdem nun auch die letzte Komponente aufgetragen und gekühlt worden war, sollte nun noch eine Fondant-Decke darüber. Auf Grund der fortgeschrittenen Zeit, meiner Ungeduld und zu wenig Ressourcen in Form von Fondant ist das Eindecken nicht ganz so schön geworden. Aber da es sich nur um einen Probelauf handelte, war es mir in dem Moment herzlichst egal ;)

Den Hals habe ich übrigens aus den Kuchenresten vom Zurechtschneiden und weißer Schokolade á la Cake Pops hergestellt und mit einem Schaschlick-Spieß fixiert. Schnabel und Kam sind aus Fondant. Das weißte Fondant habe ich mit einer Mischung aus klarem Alkohol und Pastenfarbe noch etwas angemalt.

Voila: Hermann, der verwirrte Hahn.



Mittwoch, 25. Dezember 2013

Winterwonderland 2013



Diese nicht ganz uneigennützige Aufforderung meiner Cousine erreichte mich, nachdem ich kurz vor Weihnachten meine Bauernhof-Torte auf meinem Facebook-Account gepostet hatte. Trotz Zeitmangel (wer hat schon an Weihnachten Zeit?) konnte ich mir diese Gelegenheit im Grunde nicht entgehen lassen. Lustiger Weise habe ich nämlich meist das Problem keine Anlässe für Torten-Übungen zu haben. In meinem Uni-Umfeld leben eher die Typen "Ernähungsbewusst", denen man nicht wöchentlich eine Sahnetorte hinstellen kann. Okay, das würde ich auch nicht wollen - aber ihr versteht was ich meine. Wenn ich also das eine oder andere Neue ausprobieren möchte, dann meist nur zu speziellen Anlässen und im Rahmen meiner Familie.

Gesagt, getan - es musste innerhalb von 2 Tagen eine Idee und die dazugehörige Umsetzung her. Und das zwischen Essensvorbereitungen für Heiligabend und Geschenkpapier. Die Idee war recht schnell gefunden: wenn es schon keine weiße Weihnacht vor der Tür geben würde, dann wenigstens auf dem Tisch. Frei nach dem Motto Winterwonderland sollte es also die typischen Weihnachts-/Wintermotive geben: Tannenbäume, Geschenke, Rentiere und natürlich Schneemänner.

Heraus kam das:


Da ich wie gesagt wenig Zeit für Experimente hatte, habe ich mir die Ideen für die Figuren aus diversen Quellen im Internet zusammen gesucht und zu einem Ganzen zusammen gefügt.
Auch der Kuchen ist dementsprechend eher schlicht gehalten - hieran will ich bei der nächsten Torte definitiv etwas ändern. Aber dann brauch ich einfach etwas mehr Zeit und Muße dafür.



So wurden also wieder die alt bewährten Tortenböden heran gezogen. Zunächst wurde Pfirsichmarmelade mit Weinbergpfirsich-Likör vermischt und auf den untersten Boden gestrichen. Darauf kam eine dünne Schicht Vanille-Tortencreme und der zweite Boden. Diese wurde mit Tortenpfirsichen belegt und mit der restlichen Creme bedeckt. Den Abschluss bildete dann der letzte Boden. Um das Ganze dann noch fondantfest und hübsch zu machen, folgte als letzte Schicht um den ganzen Kuchen herum eine Buttercreme, die ebenfalls mit einem Schuss Pfirsichlikör abgeschmeckt wurde.



Der Rand der Torte wurde anschließend mit Kokosflocken eingehüllt, um eine Schnee-Optik zu erzielen. Damit die Figuren nicht in der Buttercreme versinken, habe ich weißes Fondant in der Größe der Tortenoberfläche hauchdünn ausgerollt und als Aufleger aufgesetzt. Diese Fondantfläche wurde dann wiederum mit einem kleinen Rest Buttercreme sehr dünn eingestrichen - dies sollte als Kleber für die Figuren dienen.

Die Figuren selber haben mir diesmal den letzten Nerv geraubt, obwohl sie im Vergleich zur Bauernhof-Torte eher harmlos im Aufbau waren. Obwohl ich auch diesmal alle Figuren mit Fimo-Knete vorgestaltet habe, wollte es bei der eigentlichen Umsetzung dann gar nicht so laufen wie es sollte. Und das unter Zeitdruck, denn das Ganze ging am 24. über die Bühne und die Gäste sollten jeden Moment vor der Tür stehen. Irgendwann saß dann aber auch das letzte Geweih an Ort und Stelle und ich wähnte mich sorgenfrei. Dann aber kam der entscheidende Fehler: um die Figuren vor Schäden zu schützen, wanderten sie zum Trocknen auf einem Teller in unseren Wintergarten. Was ich dabei nicht bedachte: dort herrscht eine absolut hohe Luftfeuchtigkeit - von trocknen also keine Spur. Als ich die Figuren dann am 25. hervor holte um sie kurz darauf auf dem Kuchen zu platzieren, bemerkte ich die Misere. Alles war butterweich, kein bisschen stabil und teilweise auch noch krumm und schief.

Aber wie sagt meine Mutter immer? Dumm darf man sein, man muss sich nur zu helfen wissen. Nachdem sich die erste Idee (Trockenfönen mit kalter Luft) als unpraktisch herausgestellt hatte (30 Minuten mit einem Fön dastehen?!), wurde dann schließlich im Dezember ein Ventilator hervor geholt und die Figuren einer sanften Brise ausgesetzt. So konnte ich sie dann doch noch soweit stabilisieren, dass ich sie beruhigt auf der Torte verwenden konnte.




Nachdem alle Figuren ihren Platz gefunden hatten (die Bäume haben ein bisschen Erd-Optik mittels Oreo-Keks-Mehl, der Weihnachtsbaum einen Boden aus gemahlenen Honeyrings bekommen), wurde das Ganze ebenfalls mit Kokosflocken-Schnee bedeckt. Um auch den Figuren eine Schnee-Optik zu verpassen, wurde dann noch gezielt Puderzucker über ihnen durch ein Teesieb gestrichen.



Die Torte ist sicherlich nicht die Beste die ich je gemacht habe, aber optisch hat sie mir - in Anbetracht der kurzen Planungs- und Umsetzungszeit - doch recht gut gefallen. Hier und da hätte ich sicher genauer arbeiten können, aber irgendwo muss man eben Abstriche machen.
Geschmacklich konnte mich die Kreation nicht hundert prozentig überzeugen. Sie war zwar lecker, hat meine Erwartungen aber nicht ganz erfüllt. Obwohl die gleiche Tortencreme wie bei der Heimwerker-Torte benutzt wurde, ist sie von der Konsistenz her völlig anders gewesen. Für meinen Geschmack viel zu fest und damit auch sehr, sehr mächtig, obwohl sie beim letzten Mal herrlich fluffig war. Möglicherweise ist beim Anrühren etwas mit den Flüssigkeitsmengen durcheinander geraten. Darüber hinaus würde ich beim nächsten Mal auch die Creme mit Pfirsich aromatisieren - denn die Marmelade konnte nicht genug fruchtiges Aroma erzeugen, um die Creme zu durchziehen. Hier waren wir definitiv zu zurückhaltend.

Damit ist Weihnachten Fondant-technisch erst einmal abgeschlossen. Aber die diesjährigen Geschenke meiner Familie lassen auf weitere Kreationen hoffen. Man könnte meinen, sie hätten da ein Hobby bei mir entdeckt...


Sonntag, 22. Dezember 2013

Urlaub auf dem Bauernhof


Obwohl Weihnachten vor der Tür steht, gab es bei uns nun erstmal ein weniger festliches Objekt zu gestalten. Zum Geburtstag einer guten Freundin der Familie sollte eine weitere Motivtorte her. Da meine Mutter von den Schweinen aus der Sau-starken Torte so begeistert war, und unsere Freundin noch dazu stolze Besitzerin eines Bauernhofes ist, war da Motiventscheidung schnell gefallen.

Nach einiger Recherche im Internet nach schönen Ideen - und natürlich dem Vorbild des echten Bauernhofes beziehungsweise dessen Bewohnern - wurde eine bunte Bauernhof-Torte zusammengestellt.

Basis ist auch diesmal ein Bisquitboden, der diesmal unten mit herbem Weingelee und anschließend mit einer Kombination aus frischer Banane und Schokoladentortencreme bedeckt war.

Umhüllt wurde das ganze mit einer Schokoladen-Buttercreme, damit die Torte auch Fondant geeignet ist. Die Creme war am Anfang unheimlich flüssig, aber nach kurzem Aufenthalt im Kühlschrank war sie schön streichfähig (ähnlich wie Nutella) und ließ sich so optimal auf dem Kuchen verteilen.



Die Figuren haben wir diesmal ganz entspannt am Tag zuvor bereits gestaltet. Im Vorfeld wurden die einzelnen Motive aus Fimo-Knete vorgestaltet, damit man ein Gefühl für die Teile bekommt die man benötigt.


 Das eigentliche Formen der Figuren ging dann schnell von der Hand. Damit die Figuren stand haben, wurde das fertige Fondant diesmal mit etwas CMC (Kukident Haftpulver) vermischt. So entstand eine schöne Modelliermasse. Alternativ kann man das Fondant natürlich auch mit Blütenpaste vermischen.








Am eigentlichen Geburtstag ging es dann ans Zusammensetzen des Kuchens. Da das ganze ja eine Bauernhofoptik haben soll, mussten natürlich auch Beete usw. her. Als Basis haben wir eine runde Fondantscheibe aufgelegt - damit wir eine gleichmäßige Fläche haben und auch mit hellen Stoffen arbeiten können. Auf das Fondant wurde dann Royal Icing (teilweise gefärbt) aufgetragen, um die verschiedenen Untergründe gestalten zu können.



Der Weg quer über den Kuchen ist aus zerbröselten Honey Rings (Cerealien), die Beete bekamen eine Oreo-Keks-Erde verpasst und die Hühner sitzen in schönstem Toppas-Stroh (ebenfalls Cerealien). Die Schweine bekamen einfach ein Matschbad aus der Schokoladen-Buttercreme.









Und schon ist der kunterbunte Bauernhof fertig.

Donnerstag, 7. November 2013

Fondant goes Australia




Nachdem ich kurzfristig zu einem Geburtstag eingeladen wurde, hatte ich erneut eine Gelegenheit mit Fondant zu arbeiten. Da das Geburtstagskind - genau wie ich - ein großer Australien-Fan ist, war das Motto diesmal schnell gefunden. Zusätzlich wollte ich das Element Tennis unterbringen, um den Kuchen weiter zu personalisieren. Im Internet hatte ich nach kurzer Recherche Inspiration gefunden - und dann ging es los.

Basis ist erneut ein herrlich saftiger Zitronenkuchen (Rezept), da von anderer Seite bereits ein Schokokuchen angekündigt worden war. Allerdings habe ich etwas mehr Zitronenaroma hineingegeben (ca. 3/4 Fläschchen). Das Ganze wurde in einer Kastenform gebacken, nach dem Auskühlen oben glatt abgeschnitten und noch einmal in der Hälfte längs geteilt.
Die Füllung ist eine klassische Tortencreme von RUF, ebenfalls mit Zitronenaroma aufgepeppt (1,25 Fläschchen).
Als Trennung für die Fondantschicht habe ich wieder die amerikanische Buttercreme (Rezept) gewählt, allerdings mit Butter statt Palmin, daher eine leicht gelbe Färbung. Leider war die Creme wohl zu warm, denn sie war viel weich beim Auftragen. Nach etwas Fluchen hatte ich aber dann eine einigermaßen dichte Schicht um den Kuchen erreicht.

Premiere für diesen Kuchen war der Einsatz von Pastenfarben. Ich hatte ein ganzes Set vor Kurzem sehr günstig bei Xenos erstanden und hatte nun endlich Gelegenheit damit zu arbeiten, da ich kein braunes Fondant für das obligatorische Känguruh hatte. Zunächst war ich unsicher was die Färbkraft anging, nachdem ich jedoch etwas mit den Farben und Farbkombinationen herumexperimentiert hatte, war ich begeistert von der Paste. Besonders gut hat mit das wirklich strahlende Gelb gefallen, beim Rot hätte ich mir etwas mehr erwartet.



Die Fahne war übrigens ein schreckliches Gefummel, da muss ich mir fürs nächste mal eine bessere Lösung überlegen. Eventuell mit einer Schablone arbeiten und alles an einem Stück ausschneiden und dann zusammen setzen, statt alles einzeln zu schneiden.
Der Tennisschläger war leider zu weich und ist deshalb etwas krumm und schief heraus gekommen. Hier ist auch Verbesserungsbedarf. Hat aber dem Kuchen kein Abbruch getan.




Donnerstag, 3. Oktober 2013

Sau-starke Party



Da meine Familie dieses Jahr an meinem Geburtstag schwer beschäftigt war, blieb die Aufgabe des Geburtstagskuchens mal wieder an mir hängen. Aber ich sah das ganze nur als neue Gelegenheit meine Fondant-"Künste" weiter auszubauen. Diesmal sollte es aber ein schlichteres Modell werden, da die Zeit knapp war.

Als Basis diente daher wieder ein Set Wiener Böden (hell) und eine Tortencreme von Dr. Oetker.
Den untersten Boden habe ich satt mit einer herben Orangenmarmelade bestrichen und dann mit einer dünnen Schicht Tortencreme bedeckt. Dann ein weiterer Boden und eine dicke Schicht Tortencreme. Den dritten Boden haben wir ebenfalls mit Orangenmarmelade bestrichen und dann mit der Orangenseite auf die Tortencreme gelegt. Oben drauf wieder eine Schicht Tortencreme.

Nachdem die Tortencreme fest war, wurde der Rand ringsherum mit KitKat beklebt (flüssige Schokolade diente hier als Klebstoff). Um es zu fixieren, wurde noch ein Band drum herum gewickelt.

Die kleinen Schweine sind natürlich aus rosa und pinkem Fondant geformt.
Passend: Meine Familie besteht aus Mutter, Vater und 3 Kindern ;)

Die Torte hat für viel Erheiterung gesorgt und viel wichtiger: war super lecker!

Die Vorlage hatte ich irgendwo im Internet gefunden. Allerdings wurde dort der Matsch aus Ganache gemacht. Da ich schon einmal mit Ganache gearbeitet habe, war mir klar, dass mir das in dieser Menge viel zu süß sein würde. Die Alternative mit Tortencreme war aber auch gut.
Wichtig: Die Schweine dann erst kurz vor dem servieren auf die Torte setzen, da das Fondant sonst von der Tortencreme aufgeweicht wird.

Hier noch ein paar Bilder: